Individuelles und kollektives Wissen bilden die Grundlage des sozialen und ökonomischen Zusammenlebens.
Der schnelle technologische Fortschritt bedingt die Notwendigkeit lebenslangen Lernens und macht es insbesondere im Bereich der Informationstechnologien notwendig, das persönliche Wissen an die in Entwicklung begriffene Technologie anzupassen und zu erweitern. Dies geschieht oft durch Fort- & Weiterbildung, die Formen der Erwachsenenbildung sind.
Fortbildung dient der Optimierung beruflichen Fähigkeiten durch Vertiefung, Erweiterung oder Erneuerung von Kenntnissen. Oft in Verbindung mit beruflichem Aufstieg. Bei der beruflichen Weiterbildung handelt es sich um den Erwerb von Zusatzqualifikationen zum bereits bestehenden Wissen.
Unter Weiterbildung können Aktivitäten eingeordnet werden, die der Erweiterung von Fähigkeiten und Fertigkeiten von Menschen dienen, die ihre erste Bildungsphase bereits abgeschlossen haben. Sie können erwerbstätig sein, erwerbstätig gewesen sein oder in der Familie gearbeitet haben. Dies geschieht bei Erwerbstätigen zumeist in der Form von zeitlich begrenzten ein- oder mehrtägigen Fortbildungen in Form von Managementseminaren und Trainings, in den Bereichen Persönlichkeitsentwicklung (Softskill-Seminare), Therapie und Gesundheit oder EDV durch privatwirtschaftliche Schulungsunternehmen.
Soweit es sich nicht um staatlich finanzierte Fortbildungs- oder Umschulungsmaßnahmen handelt, ist Weiterbildung eine freiwillige Maßnahme, deren Kosten jede Frau und jeder Mann selbst zu tragen hat. Aus diesem Grunde ist die berufliche Weiterbildung zu unterscheiden von betrieblicher Weiterbildung, bei der ein Unternehmen auf seine Kosten Mitarbeiter fortbildet, bzw. von einem Schulungsunternehmen, Bildungsträger, oder freiberuflichen Dozenten fortbilden lässt. Deren Weiterbildungsveranstaltungen können als offene Seminare durchgeführt werden. Die heterogene Herkunft der Teilnehmer - beispielsweise aus verschiedenen Unternehmen - bietet den Teilnehmern die Möglichkeit sich zum Beispiel über unterschiedliche Aspekte der Lösung eines Problems, oder des Einsatzes einer Software auszutauschen. Alternativ kann die betriebliche Fortbildung zu bestimmten Themen auch als Inhouse-Schulungen im Betrieb des Auftraggebers durchgeführt werden. Dauer, Termin und Agenda der Vor-Ort-Schulungen können i.d.R flexibel abgesprochen werden. Eine weitere Möglichkeit der Fortbildung bietet der weiterbildende Fernunterricht.
Fernstudiengänge sind zeitlich deutlich aufwendigere Fortbildungsveranstaltungen, bei denen der größte Teil des Studiums abseits des Campus statt findet. Der Fernstudent wird von einer Institution durch Lernmaterialien, Beratung, Aufgabenkorrekturen und Prüfungen betreut. Bei dem Fernstudium kann, aber muss es sich nicht um eine Fort- oder Weiterbildung handeln.
Eine Sonderform der Fort- und Weiterbildung ist der Bildungsurlaub. Er wird auch Bildungsfreistellung genannt, um den Eindruck eines Erholungsurlaubs zu vermeiden. In der Regel gehen die Landesgesetze von einer bezahlten Freistellung von fünf Arbeitstagen pro Jahr aus. Hier finden Sie unter anderem Hinweise zur beruflichen Erwachsenenbildung durch Volkshochschulen, Bildungswerke, Persönlichkeitsbildung und Computerkurse & PC-Schulungen. |